Vier Pfoten im Schnee - Hunde im Winter

@ kate/unsplash
@ kate/unsplash

Es ist Winter. Die kühle Jahreszeit fordert nicht nur uns, sondern auch unsere tierischen Begleiter brauchen im Winter eine besondere Fürsorge.

 

Die wichtigstenTipps für Hundeglück bei Schnee und Sturm haben Melanie und Yvonne von Green Petfood parat.

 

Green Petfood bietet ein Alleinfuttermittel für Hunde in Premiumqualität unter der Berücksichtigung von Nachhaltigkeitsaspekten. Die Produkte kommen ohne tierisches Protein, Soja und Weizen aus und auch künstliche Farb-, Aroma- und Konservierungsstoffe bleiben dem Hundenapf fern, wie gentechnisch veränderte Zutaten. Hier könnt ihr euch ein eigenes Bild von der ökologischen Alternative machen und kostenfreie Proben zu euch nach Hause bestellen: http://www.green-petfood.de/futterprobe/

 

Das Interview führte Autorin Marie-Lena Nelle.

@ Matthew Henry/Unsplash
@ Matthew Henry/Unsplash

Braucht mein Hund einen Wintermantel oder Hundeschuhe?
Nicht jeder Hund braucht einen Mantel im Winter, bei manchen Hunden macht es aber durchaus Sinn. Viele kleine Hunderassen oder Rassen mit wenig Unterwolle frieren häufig schneller, auch alten Hunden oder Hunden, die zum Beispiel an Gelenk- oder Nierenerkrankungen leiden, tut ein Wintermantel gut. Im Hundesport ist es wichtig, die Muskeln während der Pausen warmzuhalten und so das Verletzungsrisiko zu senken. Hunde aus dem Tierschutz, die gerade erst im kalten Deutschland angekommen sind, sind die Kälte oft nicht gewohnt. Wenn Ihr Euch länger draußen aufhält, ohne Euch zu bewegen – sprich, Dein Hund kann sich nicht warmlaufen (zum Beispiel in der Hundeschule oder wenn Dein Hund länger im unbeheizten Auto warten muss), kann ein Mantel Deine Fellnase vor der Kälte schützen. Generell solltest Du immer Deinen Hund beobachten: Wenn er sichtbar friert, ist die Antwort klar.

 

Ist Nässe im Winter besonders gefährlich?
Ja, durch das nasse Fell kühlen die Hunde schneller aus. Dies kann zum Beispiel Infekte begünstigen, zu Verspannungen führen oder andere Erkrankungen wie z.B. Gelenkerkrankungen begünstigen. Gerade eine nasse Kälte geht sprichwörtlich "in die Knochen".

 

Was ist zu tun, wenn sich mein Hund erkältet hat?
Wenn der Hund krank ist, dann nicht lange zögern und am besten direkt zum Tierarzt

 

@ Andrea Reiman/Unsplash
@ Andrea Reiman/Unsplash

Was muss während oder nach Winterspaziergängen beachtet werden?
Bei einem Winterspaziergang solltest Du darauf achten, dass Dein Vierbeiner nicht friert oder gar auskühlt; manchmal ist dann vielleicht doch ein kleines Mäntelchen angesagt. Achtung bei gefrorenen Eisflächen: Viele Hunde finden das spannend und gehen auf das Eis – Einbruchgefahr! Du solltest zudem vermeiden, dass Dein Hund Schnee frisst. Viele Hunde vertragen das nicht gut, so dass es zu Entzündungen des Magen-Darm-Traktes kommen kann (durch die Kälte aber auch eventuell enthaltenes Streusalz, Schmutz etc.). Folgen können zum Beispiel Entzündungen der Magenschleimhaut oder Durchfall sein. Auch Streusalz birgt Gefahren für den Hund. Es kann zu Reizungen und rissigen Pfoten oder auch Durchfällen führen, wenn der Hund das Streusalz zum Beispiel durch Schneefressen oder das Ablecken der Pfoten aufnimmt. Zum Schutz kann vor dem Spaziergang eine hochwertige Pfotensalbe aufgetragen oder bei bereits sehr entzündeten Pfoten auch das Anziehen von Hundeschuhen in Erwägung gezogen werden.

 

Nach dem Spaziergang die Pfoten mit lauwarmem Wasser abwaschen, um sie vom Streusalz und auch von Schneeklumpen an den Pfoten zu befreien. In der dunklen Jahreszeit ist es wichtig, dass Ihr beim Spaziergang für andere gut sichtbar seid. Für Dich heißt das zum Beispiel reflektierende Kleidung, Warnweste, ggf. Stirnlampe oder Taschenlampe – letzteres hilft auch Dir, einfach besser zu sehen. Deine Fellnase kann reflektierendes Geschirr bzw. Halsband, einen Leuchtanhänger oder Leuchthalsband tragen.

 

 

 

Darf mein Hund Schnee fressen?
Wenn möglich, sollte das Schneefressen vermieden werden. Ein Happen frischer Schnee bringt die meisten Hunde nicht um, es kann zu aber zu Entzündungen der Magenschleimhaut oder gar Durchfall führen, wenn im Schnee noch Streusalz, Schmutz oder andere Sustanzen enthalten sind. Bei längeren Spaziergängen lohnt es sich, auch im Winter etwas lauwarmes Wasser anzubieten; manche Hunde fressen dann auch weniger Schnee.

 

 

Sollte man seinen Hund im Winter anders füttern?

Bei Fütterung eines hochwertigen Alleinfuttermittels ist in der Regel keine besondere Fütterung notwendig. Wenn der Hund zum Beispiel durch die kalten Temperaturen abnimmt oder aber durch mehr oder weniger Bewegung als im Sommer sein Körpergewicht verändert, kann es Sinn machen, entweder seine tägliche Fütterungsmenge anzupassen oder auf ein energieärmeres bzw. –reicheres Futter zu wechseln. Bei den meisten Hunden heutzutage ist das aber nicht notwendig. Bei Hunden, die auch im Winter draußen leben, steigt der Energiebedarf im Winter durch die Kälte an, so dass die Zufuhr entsprechend erhöht werden sollte.

 

Wie beschäftige ich meinen Hund bei eisigen Temperaturen ideal?

Wenn der Hund nicht friert, spricht nichts gegen ausgedehnte Spaziergänge; wichtig ist es, dass der Hund in Bewegung bleibt und ggf. auch einen Mantel trägt. Zusätzlich, oder wenn der Spaziergang mal nicht ganz so lang wie gewohnt ausfällt, kann man natürlich auch Indoor-Beschäftigungen ausüben, wie zum Beispiel Tricks mit dem Hund üben, Intelligenzspiele, Futtersuchspiele, etc.: Die Möglichkeiten sind hier fast unbegrenzt. Natürlich ersetzt das nicht komplett die täglichen Gassigänge.

@ Paul M/Unsplash
@ Paul M/Unsplash

Wie bereite ich meinen Hund auf Stressfaktoren wie große Familienfeiern und Silvester vor?
Silvester und große Familienfeiern bedeuten für Hunde oftmals viel Stress. Es ist viel Trubel im Haus, der gesamte Tagesablauf ist verändert und an Silvester kommt bei vielen Hunden auch eine Geräuschangst hinzu.
Während der trubelhaften Familienfeiern könnt Ihr dafür sorgen, dass Euer Hund nicht zu kurz kommt. Macht ausgedehnte Spaziergänge in ruhiger Umgebung, bevor der große Familienandrang daheim auftaucht. Sorgt für ausreichend Rückzugsmöglichkeiten - nicht alle Hunde mögen gerne im Mittelpunkt stehen und von allen gestreichelt werden. Wenn der Hund das nicht möchte, sollte er auch in Ruhe gelassen werden und sich zurückziehen können, wenn ihm alles zu viel wird. Passt auf, dass Eure Gäste dem Hund nicht heimlich Leckereien von Tisch zustecken - auch wenn es nett gemeint ist, sind viele Leckereien für Hunde nicht so gut bekömmlich oder gar giftig.

 

Viele Hunde leiden an Silvester unter mehr oder minder starker Geräuschangst. Die Tage rund um Silvester wird oftmals schon viel geknallt, sucht Euch am besten etwas abgelegenere Strecken für Eure Spaziergänge aus. In der Silvesternacht macht es Sinn, die letzte Gassirunde nicht allzu spät zu machen, sondern schon vor Mitternacht, wenn vielleicht noch nicht allzu viel geknallt wird. Ängstliche Hunde sollten an der Leine gelassen werden - in Panik könnten sie bei einem Knall sonst davonrennen.
Lasst Eure Hunde nicht alleine in dieser Nacht. Bietet Ihnen auch hier genügend Rückszugsmöglichkeiten, zum Beispiel ein kuscheliges Hundebettchen oder eine Hundebox; den Hund hier in einer Angstsituation bitte nicht "einsperren" - manche Hunde finden ihre Box aber auch toll und nutzen sie freiwillig wie eine schützende "Höhle". Dorthin kann der Hund "flüchten", wenn ihm alles zu viel wird. Wenn Euer Vierbeiner aber lieber bei Euch sein mag, dann gewährt ihm diesen Schutz. Manchen Hunden hilft auch die Körpernähe zu ihrer Bezugsperson, wenn er diese freiwillig aufsucht. Lasst Euren Hund selbst entscheiden, ob er sich lieber verkriecht oder zu Euch kommt.

 

 

Danke für das Gespräch!