Freude schenken - Gnadenhof

Unter dieser Rubrik stellen sich Organisationen vor, die sich stark für Lebewesen machen und tolle Geschenkmöglichkeiten bieten.

 

Denn: Weihnachten steht unmittelbar vor der Tür.

 

Ob wir nun angespannt durch die Geschäfte hetzen oder über die Fragen der Verwandtschaft nachdenken, was wir uns unter dem Weihnachtsbaum wünschen: Es wird von Jahr zu Jahr schwieriger, ein sinnvolles Geschenk zu finden.

 

Wie wäre es in diesem Jahr mit einer originellen und ganz persönlichen Art, Freude zu verschenken?

 

Das Interview führte Marie-Lena Nelle

 

Wer seid ihr?

 

Wir sind eine sechsköpfige Familie: Axel (39), Dini (33), Elijah (9), Simin (7), Mio (3) und Yari (9). Vor sechs Jahren haben wir uns einen alten Bauernhof gekauft und betreiben dort gemeinsam den Gnadenhof L(i)ebenswert im schönen Odenwald.

 

Wofür/Für wen macht ihr euch stark?

 

Wir setzen uns für Tiere ein, die keiner mehr haben möchte, die aus dem Versuchslabor kommen oder geschlachtet werden sollten. Auch ein Straßenhund ist mit dabei. Diese finden dann hier bei uns ein Zuhause auf Lebenszeit.

 

Was ist eure Vision?

 

Unsere Vision ist die von einer Welt ohne Gewalt, in der Menschen und Tiere friedlich koexistieren. In der der Mensch sich nicht mehr zum Alleinherrscher aufschwingt und Natur sowie Tiere ausbeutet. Das Schönste wäre, wenn wir keine Gnadenhöfe mehr bräuchten.

 

Wie ist eure Arbeitsweise?

 

 

 

Wir arbeiten in enger, harmonischer Verbindung mit den Tieren. Wir betrachten uns als eine große Familie. Hierbei ist es uns wichtig, eine überschaubare Anzahl an Tieren aufzunehmen, um diesen gerecht werden zu können und die Platzverhältnisse nicht überzustrapazieren. Bei uns hat jedes Tier nicht nur seine eigene Geschichte, sondern auch seinen eigenen Namen. Und wenn das Leben zu Ende geht, bekommt es ein eigenes Grab mit Grabbeigaben und Abschiedszeremonie.
Die Arbeit auf dem Hof integrieren wir in unseren Familienalltag, wobei die Kinder immer wieder gerne kleinere Aufgaben wie Füttern übernehmen und somit einen selbstverständlichen, empathischen und respektvollen Umgang mit unseren Mitgeschöpfen erlernen.
Da wir den Hof komplett alleine betreiben und Axel zudem auch noch eine Vollzeitstelle hat, ist es uns nicht möglich, Öffentlichkeitsarbeit in dem Umfang zu betreiben wie andere Höfe dies tun. Stattdessen konzentrieren wir uns mit aller Energie auf unseren Alltag und die bestmögliche Versorgung der Tiere. Dazu gehören hochwertiges, frisches Futter, saubere Ställe, Pflege, Kontrolle und regelmäßige Arztbesuche der Tiere, Streicheleinheiten sowie natürlich die Instandhaltung des Hofes, des Grundstücks und der Gehege.

 


Wie finanziert ihr euch?

Teils durch Patenschaften, teils durch Privatkapital. Die Höhe der Zuwendungen durch Patenschaften variiert immer wieder sehr stark. Momentan ist es leider extrem rückläufig.

Eure Weihnachtsgeschenk-Idee?

 

 

 

Am meisten wäre uns geholfen, wenn uns finanziell unter die Arme gegriffen werden könnte. Dies kann in Form von Patenschaften geschehen, welche bereits ab 5 Euro im Monat möglich sind.
Ihr erhaltet eine Urkunde sowie regelmäßige Updates des Tieres.
Selbstverständlich könnt ihr euer Patenkind auch besuchen!

 

 

 

Aber auch über eine einmalige finanzielle Zuwendung freuen wir uns sehr.

Was wird damit konkret unterstützt?

 

 

 

Ganz klar: die Tiere!

 

Wenn wir über ein konstantes monatliches Budget verfügen könnten, das uns erlauben würde, eine feste Hofhilfe einzustellen, könnten wir viel bewirken, beispielsweise die Sanierung der Ställe, Erweiterung der Gehege und Aufnahme neuer Tiere.