Hanf - regionales Superfood ohne Rausch

@ Esteban Lopez/Unsplash
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Cannabis erlebt sein legales Comback. Seit der Opium Konferenz 1925 in Genf verboten, darf Hanf in Deutschland seit den Neunzigern wieder als gewerbliche Nutzpflanze angebaut werden.*

 


Grund dafür war jedoch nicht der von euphorischen Gefühlen gekennzeichnete Rausch, sondern die Wiederentdeckung der Hanffaser, welche aufgrund ihrer extrem widerstandsfähigen und reißfesten Eigenschaften bereits in der Antike einen unentbehrlichen Rohstoff zur Produktion von Kleidung, Seilen oder Takelagen für Schiffe darstellte.

 

Mittlerweile ist Hanf auch für die Lebensmittelhersteller interessant geworden.

 

Wer nun sich nun direkt über den THC-Wert sorgt, der kann beruhigt werden: Gemäß der EU-Vorgaben weisen die heutigen Faserhanfsorten einen Tetrahydrocannabinolwert von unter 0,2% auf, wohingegen Hanfsamen von Natur aus keinen etwaigen Wert aufweisen, sodass eine psychoaktive Wirkung ausbleibt.

 

 

 

Dafür verfügt Hanf über eine extrem hohe Nährstoffdichte, in hoher Konzentration enthalten sind unter anderem Antioxidantien sowie die Vitamine E und B2. Weiter stellt die Nutzpflanze mit einem stolzen Anteil von 33% eine vor allem bei Sportlern beliebte, leicht verdauliche Proteinquelle dar, welche alle für den Menschen essentiellen Aminosäuren enthält, um körpereigenes Eiweiß aufzubauen. Hanf ist reich an mehrfach ungesättigten Fettsäuren wie Omega-3 und Omega-6, welche sich positiv auf den Cholesterinspiegel auswirken, die Fettverbrennung anregen sowie entzündungshemmend wirken. Darüber hinaus regt der hohe Gehalt an Ballaststoffen eine gesunde Verdauung an, sodass der Anteil des als „Superfood“ verehrten Hanfs in Nahrungsmitteln seit Jahren stetig ansteigt.

 

 

 

Hanfsamen sind mittlerweile auch unkompliziert zu erwerben, sodass man in der Regel zügig in Bioläden, Drogerien sowie Supermärkten fündig wird. Hier hat man die Wahl zwischen geschälten Samen, Öl, Mehl, Proteinpulver oder zuweilen Hanfmilch. Hanfsamen weisen einen leicht nussigen Geschmack auf und können pur konsumiert oder kalten und warmen Mahlzeiten sowie Getränken beigefügt werden.

 

 

 

Hierbei sollte beachtet werden, dass Hanf als Nahrungsmittel lediglich eine Ergänzung darstellt, sodass auf den Verpackungen drei bis fünf Esslöffel oft als Richtwert für den täglichen Verzehr ausgewiesen werden.

 

Hochwertige Hanfsamen und Hanfprotein-Pulver in Bio-Qualität findet ihr übrigens bei Laia`s Organic.  Der Hanf wird hier aus Deutschland, Litauen, Estland und Rumänien bezogen. *unbezahlte Werbung*

Autorin: Marie-Lena Nelle