Der lipfein Blog - Alles über Naturkosmetik, richtig gute Lippenpflege, Selbständigkeit & Co.

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Warum ich O’Shea gründe

Hallo!

 

Die meisten von euch kennen mich als Gründerin der Naturkosmetikmarke „lipfein“, die seit 2016 für natürliche, vegane und handgemachte Lippenpflege steht. Nach wie vor bereitet mir genau das sehr viel Freude – auch und weil mein kleines Unternehmen kontinuierlich wächst und ich ganz oft liebes und bestärkendes Feedback erhalte.

 

Ganz bewusst habe ich mich von Anfang an dafür entschieden, mich ausschließlich auf die Pflege und Versorgung eurer Lippen zu konzentrieren – und diese Entscheidung keinen Moment bereut. Dennoch werde ich immer wieder gefragt, ob ich neben meinen Lippenbalsamen und Peelings nicht doch auch andere Kosmetikprodukte wie Bodylotion oder festes Shampoo herstellen möchte.

 

Ich habe mir über diese Frage seit einigen Monaten viele Gedanken gemacht, nochmals Für und Wider abgewogen, mich aber letztlich entschieden: als Produzentin werde ich weiterhin voll und ganz auf Lippenpflege setzen. Gleichzeitig werde ich aber mein Angebot deutlich erweitern und Schritt um Schritt tolle Kosmetik für alle Körperbedarfe anbieten. Wie das?

 

Ich bin in den letzten 3 Jahren unglaublich viel herumgekommen, habe Messen besucht und Leute getroffen. Vor allem habe ich dabei richtig viele tolle und inspirierende Kosmetik-Manufakturen kennengelernt, mit denen ich lieber zusammenarbeiten möchte als ihnen Konkurrentin zu sein.

 

Meine Idee ist, diesen in der Regel sehr kleinen Hersteller*innen und ihren Produkten eine Bühne zu bieten. Diese Bühne soll das O’Shea in der Dresdner Neustadt sein. Hier soll nur reinkommen, was mit Hand und Herz produziert wird und aus natürlichen Rohstoffen besteht. Hier sollst du alles finden, was es für eine gesunde und nachhaltige Körperpflege braucht.

 

Zwei Dinge sind dabei besonders. Erstens wird das Pflegesortiment aus Produkten bestehen, die von kleinen Manufakturen in Handarbeit hergestellt werden. Zweitens wird es ein großes Angebot günstiger Pflegerohstoffe wie Sheabutter oder Jojobaöl in Bio-Qualität geben, für alle, die gern selber mixen und Neues ausprobieren. Und drittens wird es all das selbstverständlich auch online zu kaufen geben – schließlich liegt die Dresdner Neustadt nicht für jeden um die Ecke.

 

Doch damit nicht genug. Das O’Shea wird nämlich nicht nur Platz für schöne Produkte von spannenden Manufakturen, für Workshops und Entspannung bieten, sondern kann auch die wachsende lipfein-Produktion beherbergen.

 

Damit ich all das verwirklichen kann, brauche ich eure Unterstützung.

 

Wenn also auch ihr das Konzept toll findet, wenn auch ihr die Einkaufslandschaft sowohl in Dresden als auch online (im O’Shea Onlineshop) verändern wollt, dann sucht euch bis zum 10. Oktober 2019 eines der Dankeschöns aus auf https://www.startnext.com/o-shea.

 

Liebe Grüße,

Marie

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Warum lipfein das Naturkosmetiksiegel anstrebt

Wie die meisten von euch sicher wissen, haben wir am 8. Mai 2018 auf startnext.com ein Crowdfunding gestartet.

 

Unser Ziel: die Finanzierung der aufwendigen Naturkosmetikzertifizerung. Naturkosmetik...was? Genau... Höchste Zeit für eine Erklärung.

 

Über Naturkosmetiksiegel habe ich an dieser Stelle schon einmal geschrieben. Sie zeigen an, dass es sich bei dem betreffenden Produkt tatsächlich um etwas handelt, das frei von synthetischen Inhaltsstoffen ist.

Ein Produkt also, dessen Inhaltsstoffe überwiegend aus kontrolliert biologischem Anbau stammen und frei von Gentechnik sind, das also naturkosmetischen Standards entspricht.

 

Als ich lipfein vor anderthalb Jahren gegründet habe, war für mich völlig klar: lipfein soll nicht nur in Handarbeit produziert werden und vegan sein, sondern eben diesen Standards zu 100% entsprechen. Weil unsere Haut ein sehr empfindliches Organ ist, haben Mineralöl, Parabene, Silikone oder synthetische Farb- und Duftstoffe in meinen Produkten nichts zu suchen.

 

Also habe ich mich auf die Suche nach Produzenten gemacht, die ihre Rohstoffe kontrolliert biologisch anbauen oder aus Wildsammlungen beziehen, die selbstverständlich auf Tierversuche und Gentechnik verzichten. Ich freue mich, dabei wirklich tolle Partner gefunden zu haben und kann mit voller Überzeugung sagen: lipfein ist Naturkosmetik. Soweit, so gut.


Denn dass dem so ist, ist von außen nur schwer nachzuprüfen. Und hier kommen die Siegel ins Spiel. Hersteller, die sich durch ein offizielles Siegel zertifizieren lassen, müssen dafür nicht nur einiges investieren, sondern auch ganz genau nachweisen, in welcher Weise der Anbau und die Verarbeitung der verwendeten Inhaltsstoffe abläuft. Die Anbieter der verschiedenen Siegel prüfen dies dann sehr genau nach – und zwar immer wieder.


Davon profitieren sowohl Kunden als auch Händler. Die einen, weil sie auf den ersten Blick sehen: hier ist Naturkosmetik drin, darauf kann ich mich verlassen. Die anderen, und da sind vor allem die Bio-Läden zu nennen, können darauf vertrauen, dass die Produkte, die sie anbieten, auch den eigenen Vorgaben und Prinzipien entsprechen.


Um bei vielen Bio-Läden, vor allem bei den Ketten ins Sortiment aufgenommen zu werden, ist ein Naturkosmetik-Siegel deshalb obligatorisch. Da viele dieser Läden wiederholt Interesse an den lipfein-Produkten gezeigt haben, aber wegen des fehlenden Siegels kein Geschäft zustande kam, habe ich mich letztendlich dafür entschieden, die Zertifizierung endlich anzugehen. Dabei ist die Wahl auf die NaTrue-Zertifizierung gefallen, weil dieses Siegel eine sehr gute Reputation besitzt.


Dass nun für die Zertifizierung einige Kosten anfallen, liegt vor allem an den Auslagen für die Zertifizierungsstelle und an den Lizenzgebühren für die Nutzung des Siegels. Warum ich mich zur Finanzierung ausgerechnet für ein Crowdfunding entschieden habe, erfahrt ihr in einem der nächsten Blog-Artikel.

 

Eure Marie

 

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4 Vegane Ostergeschenke - einfach selbstgemacht

Der Rüblikuchen an Ostern ist ein Klassiker und so haben wir für euch ein grandioses Rezept:

Man nehme für eine 26er-Springform:

         300 Gramm fein geraspelte Möhren

         300 Milliliter Pflanzenschlagsahne

         250 Gramm Rohrzucker

         180 Gramm Dinkelmehl

         300 Gramm gemahlene Mandeln

         20 Gramm Backpulver

         ½ TL Zimt

         abgeriebene Schale einer Bio-Zitrone

         etwas Vanillezucker

         eine Prise Salz

         1 Marzipandecke (gibt es bereits fertig im Supermarkt)

         Zuckerfarbenstifte, Marzipanmöhren et cetera (optional)

 

So geht’s:

  1. Backofen auf 180°C Ober/Unterhitze vorheizen.
  2. Die Springform mit Backpapier auslegen und den Rand mit z.B. Margarine einfetten.
  3. Sojaschlagsahne in einer großen Schüssel steif schlagen und den Zucker einrieseln lassen.
  4. Mehl, Mandeln, Backpulver, Zimt, Zitronenschale, Prise Salz und Möhren vorsichtig unterheben. Hierfür eignet sich ein Schneebesen gut.
  5. Teig in die Springform füllen und auf mittlerer Schiene um die 60 Minuten backen.

Sollte das Kucheninnere nach der Zeit noch klebrig sein (Garprobe!), den Kuchen mit einem Blatt Backpapier abgedeckt noch einige Minuten weiterbacken.

Nach circa 90 Minuten Auskühlzeit den Kuchen aus der Sprinform lösen und mit der Marzipandecke belegen.

Während der Kuchen im Ofen war, haben wir ein wenig für euch gebastelt und festgestellt: Selbstgemachte sowie originelle Osterdeko ist leicht gemacht und ausgesprochen gut zum Verschenken!


Hasentasse

 

Man nehme:

         1 weiße Tasse

         Porzellanstift

 

So geht’s:

Die Tasse gründlich mit Spülmittel abwaschen, um eventuelle Fettflecke zu lösen.

  1. Mit dem Stift am Tassenboden Augen und Näschen aufmalen.
  2. Die Tasse aufrecht hinstellen und die Ohren zeichnen.
  3. Tasse trocknen lassen.

Soll die Tasse verschenkt werden, kann man diese nun nach Belieben mit beispielsweise Süßigkeiten, Teebeuteln oder Schmuck füllen.


Osterkarten

 

Man nehme:

               Tonpapier

      •         sämtliche Malutensilien

 

 So geht’s:
Osterkarten basteln ist wirklich kinderleicht und eine persönliche Überraschung zur Freude unserer Liebsten.
Lasst eurer Fantasie freien Lauf!


Sockenhasen basteln

 

Man nehme:

         eine einzelne Socke (einfach schauen, was die Waschmaschine so hergibt)

         Reis, groben Sand oder feinen Kies

         Filzstift (am besten in schwarzer Farbe)

         Schere

         Garn

         ein schönes Bändchen

         eine große Kleberolle als Befüllhilfe

So geht’s:

  1. Die Kleberolle über die Socke stülpen, sodass eine Öffnung zum Befüllen entsteht.
  2. Das Füllmaterial bis zum Fersenteil der Socke füllen. Dies ist der Körper des Sockenhasen.
  3. Nun den Hasen vor sich „setzen“ und die Proportionen grob formen.
  4. Mit dem Garn den oberen Teil der Socke mit einem festen Knoten so abbinden, dass Kopf und Ohren klar getrennt sind.
  5. Anschließend den Hasenhals formen und ebenfalls vom Unterkörper abbinden.
  6. Aus dem unbefüllten Teil die Ohren schneiden.
  7. Nun wird dem Hasen-passend zum festlichen Anlass- ein schönes Bändchen um den Hals gebunden.
  8. Mit dem Filzstift Augen und Nase aufzeichnen.

 Also dann, frohe Ostern im Kreise eurer Liebsten! <3

 

Autorin: Marie-Lena Nelle

 

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Alternative Geschenkideen zum Valentinstag

Tag der Liebenden

 

Am 14. Februar ist Valentinstag. Während die einen diesen Tag eher kritisch sehen, gehört er für die anderen mittlerweile zu den Tagen, die rot im Kalender angestrichen werden. Schließlich wird am 14. Februar nichts geringerem als der Liebe gedacht, wird niemand geringerem etwas geschenkt als dem meist geliebten Menschen. Stellt sich dabei nur immer wieder die gleiche Frage: Was schenke ich?

L(i)ebe nachhaltig

 

Klar ist dabei den meisten: Der Valentinstag ist zunächst nicht nur der Tag der verliebten Blicke, der roten Herzen und heißen Küsse. Es ist zugleich der wohl lukrativste Tag für Blumengroßhändler und hat demnach für manche einen faden Beigeschmack. Nach Angaben der Agrarmarkt Informations-Gesellschaft (AMI) geben die Deutschen in der Valentinswoche bis zu 120 Millionen Euro für Schnittblumen aus.

 

Die Kehrseite dieser Zahlen: Jede vierte auf der Welt verkaufte Schnittblume stammt aus Kenia, viele weitere Blumen werden aus Länden wie Kolumbien und Tansania importiert. Die Anbaubedingungen sind dort in aller Regel sowohl in ökologischer, als auch in sozialer Hinsicht völlig unzureichend. Fehlende Sicherheitsvorkehrungen und niedrige Löhne für die oftmals noch minderjährigen Arbeiter gehörden genauso dazu wie Pestizide und lange Transportwege für die Blumen. So werden durch die in warmen Ländern angebauten Pflanzen zwar im Schnitt weniger Treibhausgase produziert als beispielsweise in den Niederlanden, wo beheizte Gewächshäuser nötig sind. Doch eine Rose in Kenia benötigt um die vier Liter Wasser zum Gedeihen, was sich laut WWF negativ auf den nationalen Wasserspiegel auswirkt.

 

Wer am Valentinstag und auch sonst auf schöne Blumen nicht verzichten möchte, der sollte auf das Fairtrade-Siegel achten, das Kinderarbeit sowie bestimmte Pestizide nicht gestattet und sich außerdem für gesicherte Arbeitsverhältnisse stark macht.

 

Doch Liebe lässt sich nicht nur durch die Blume sagen und zeigen. Hier bekommt ihr einige Ideen, wie ihr dem Partner mit nachhaltigen Aufmerksamkeiten den Tag versüßen könnt.

 

Frühstück im Bett

 

So kann der Tag der Liebe starten! Es erfordert nicht viel Zeit und macht die/den Partner*in schon just nach dem Aufwachen glücklich: Ein ausgiebiges sowie leckeres Frühstück mit selbstgemachten Aufstrichen im Bett.

 

Sonnenblumenkern-Aufstrich

 

• 1 Tasse Sonnenblumenkerne

• 1 TL Olivenöl

• 1 Knoblauchzehe

• 1 Bio-Zitrone

 • 1 TL Sojasauce

• Salz und Pfeffer

 

1. Die Sonnenblumenkerne für ca. 8 Stunden in Wasser quellen lassen.

2. Alle Zutaten pürieren, bis eine cremige Masse entsteht.

3. Mit Salz und Pfeffer abschmecken.

 

Schoko-Avocado-Creme

 

• 1 große Avocado

• 3 EL Kakaopulver

• 3 EL Mandelmilch

• 4 EL Ahornsirup

• 1 Prise Salz

• 1 TL Zimt

• 1 EL gehackte Haselnüsse

 

1. Avocado halbieren und das Fruchtfleisch von der Schale lösen.

2. Avocadofruchtfleisch, Kakaopulver, Mandelmilch, Ahornsirup, Salz und Zimt mit einem Stabmixer pürieren.

3. Schokocreme mit den gehackten Haselnüssen vermengen und den Aufstrich ggf. kalt stellen.

 

Das moderne „Mixtape“

 

Ein ganz persönliches Geschenk wie zu alten Kassetten-Zeiten: Auf einem USB-Stick oder auch einer CD kann man die Musik für sein Herz sprechen lassen. Und wenn man ganz mutig ist, versteckt man zwischen den Songs vielleicht sogar eine selbstgesprochene- oder gesungene Botschaft.

 

Lieblingsschokolade herstellen

 

Selbstproduzierte Schokolade birgt den Vorteil, dass man die volle Kontrolle über die Zutatenliste hat und an den liebsten Zutaten des Partners absolut nicht sparen muss. Und hübsch ist das Resultat dabei auch noch.

 

Bruchschokolade

 

• hochwertige Bio-Schokolade (weiß oder dunkel)

• Lieblingszutaten (z.B. verschiedene Nüsse, Cornflakes, getrocknete Früchte, Müsli, Chiasamen, Krokant, Lavendel, Chiliflocken, ..)

 

1. Schokolade in kleine Stücke brechen und langsam im Wasserbad schmelzen lassen. Dabei ab und an vorsichtig umrühren.

2. Währenddessen die Lieblingszutaten vorbereiten, beispielsweise die Nüsse und Früchte klein hacken.

3. Die geschmolzene Schokolade gleichmäßig auf einem Backpapier verteilen. Dabei darauf achten, dass die Masse nicht zu dünn ist.

4. Nun werden die Lieblingszutaten auf die Schokolade getreut.

5. Masse im Kühlschrank für mindestens 2 Stunden aushärten lassen.

6. Schokolade grob brechen und hübsch verpacken.

 

Nimm dir Zeit

 

Das schönste Geschenk ist-nicht nur am Valentinstag- die Zeit für die/den Liebste*n und ganz besonders die mit ihr/ihm. Die Seite zeit-statt-zeug.de bietet die Möglichkeit der Erstellung von Gutscheinen wie „Vorlesen statt Buch“ und „Waldluft statt Parfum“.

 

Zeit ist kostenlos, doch keineswegs umsonst. In diesem Sinne: Hoch lebe die Liebe!

 

der Text stammt von lipfein Autorin Marie-Lena Nelle

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Was hilft gegen trockene & spröde Lippen im Winter?

Besonders im Winter müssen trockene und spröde Lippen gut gepflegt werden.
@ Kacper Szczechla/Unsplash

Plötzlich ist er da: der eisige Winter.

 

Die frostigen Monate fordern nicht nur unser Immunsystem jedes Jahr aufs Neue heraus, sondern auch unser mit seinen rund 1,6 Quadratmetern größtes Organ: die Haut.

 

Diese muss sich nicht nur gegenüber den kalten Außentemperaturen behaupten, sondern wird zuzüglich den Strapazen trockener Heizungsluft ausgesetzt. Besonders betroffen sind hierbei die empfindsamen Lippenpartien, welche sich nicht mit Hilfe von Mütze, Schal und Co. schützen lassen und den Temperaturschwankungen schonungslos ausgeliefert sind. Die Folge: spröde und trockene Lippen.

 

Sensible Lippen

Die Lippen gehören den äußeren Schleimhäuten an und bilden – im Gegensatz zu anderen Hautschichten-  weder Feuchtigkeit, noch Fett. Dies liegt daran, dass unsere Lippenhaut keine Schweiß- und Talgdrüsen enthält.

 

Lippen gehören zu den sensibelsten Körperstellen und brauchen eine gute Pflege.
@ Anna Sastre/Unsplash

Zudem ist sie aufgrund der fehlenden verhornten Oberhaut ungefähr 70% dünner als unsere restliche Gesichtshaut. Unsere Lippen verfügen somit über keinen Eigenschutz und trocknen laut Dermatologen etwa zehnmal schneller aus als beispielsweise unsere Wangen.

 

Wichtig ist nun die richtige Fürsorge und Pflege, damit auch im Winter unser Motto #weilküssenfetzt gilt. Unsere Top-Tipps für gepflegte Lippen im Winter verraten wir euch hier.

 

7 Tipps bei angegriffenen Winterlippen:

1. Regelmäßiges Lüften

Stoßlüften während der kalten Jahreszeit ist nicht nur förderlich für den Geldbeutel (vorausgesetzt, die Heizung ist währenddessen heruntergestellt) sowie die Konzentration, sondern verleiht der aufgeheizten Raumluft Feuchtigkeit, welche für unsere Haut und insbesondere die Lippen eine Wohltat darstellt.

 

Auch Pflanzen und Luftbefeuchter sorgen für ein verbessertes Raumklima.

 

2. Trinken nicht vergessen

Rissige und trockene Lippen können durch einen Flüssigkeitsmangel begünstigt werden. Von daher sollte man auch und vor allem in den stürmischen Monaten ausreichend trinken, wofür sich Wasser und Tee am besten eignen.

 

Die allgemein empfohlene Tagesmenge liegt zwischen zwei bis drei Litern.

 

3. Achte auf deine Ernährung

Eine ausreichende Versorgung mit den Vitaminen A, B, C, B2 und E spielen eine tragende Rolle bei der Zellneubildung sowie Regeneration der Haut, und auch auf den Vitamin-D-Wert sollte man während der dunklen Jahreszeiten achten.

 

Vitamin D steckt beispielsweise in Avocados und Champignons.

 

Bei bereits angeschlagenen Lippen sollte man allzu saure oder scharfe Speisen meiden, da jene die rissige Haut zusätzlich reizen.

 

4. Nicht schlecken!

Wer ohnehin schon zu trockenen Lippen neigt, sollte es vermeiden, diese mit der Zunge vermeintlich zu befeuchten.

 

Ganz im Gegenteil trocknet der Speichel die Lippen zusätzlich aus, denn durch die Verdunstung wird ein weiterer Feuchtigkeitsentzug begünstigt.

 

5. Sanft reinigen

Lauwarmes Wasser reicht laut Dermatologen häufig für die Reinigung der Haut aus, ohne dabei den natürlichen Fettfilm anzugreifen. Wer auf Seife nicht verzichten will, kann für die Gesichtsreinigung auf sanfte Waschsubstanzen zurückgreifen, welche die Haut nicht zusätzlich austrocknen. Des Weiteren sollte man die Haut anschließend sanft mit einem Handtuch abtupfen und ein starkes „Abrubbeln“ vermeiden.

 

6. Richtig pflegen

Zur richtigen Lippenpflege gehört, dass man auf keine herkömmlichen Feuchtigkeitscremes zurückgreift, welche den besonderen Ansprüchen der zarten Lippenhaut nicht gerecht werden.

 

So sollte man eine natürliche und explizit ausgeschriebene Lippenpflege in Bio-Qualität ohne Mineralöle und chemische Zusätze wählen.

 

Abgestorbene Hautschüppchen, welche besonders im Winter leicht einreißen können, lassen sich mit einem sanften Peeling leicht wegmassieren.

 

Die Haut wird so optimal vorbereitet für die darauffolgende Pflege und außerdem ordentlich durchblutet.
Eine Anwendung pro Woche genügt.

 

7. Aufgepasst bei Lippenstift

Wer auch im Winter nicht auf Farbe verzichten möchte, der sollte darauf achten, dass die Inhaltsstoffe des Lippenstiftes nicht zusätzlich strapazieren, sondern bestenfalls sogar zusätzliche Pflegeeigenschaften haben.

Andernfalls sollte man vor dem Auftragen seine Lippen mit Balsam pflegen und diesen einziehen lassen. Eine vorherige Pflege verlängert überdies die Farbhaltbarkeit.

 

Autorin: Marie-Lena Nelle

 

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Happy Green Year - Nachhaltig & Ökologisch Silvester Feiern

@ Annie Spratt / Unsplash
@ Annie Spratt / Unsplash

Weihnachten ist kaum vorbei, da stellt sich für alle die Frage: Was mache ich bloß an Silvester? Manche zieht es da in die Clubs oder zu großen Veranstaltungen. Andere ziehen sich mit den Liebsten in die Berge oder ans Meer zurück. Ein weiterer Teil feiert ganz gediegen im Kreise von Freunden und Familie.

 

Silvester zu Hause kann jedenfalls ein tolles Erlebnis sein - ob in kleinem, mittlerem oder großen Rahmen.

Mit ein bisschen Planung, guter Laune sowie lieben Gästen kann wenig schief gehen. Und mit den nachfolgenden Tipps wird euer Fest in wenigen Schritten umweltfreundlicher. Da macht das Feiern doch umso mehr Spaß!

Deko für Semiprofessionelle

@ William Montout / Unsplash
@ William Montout / Unsplash

Jeder liebt sie, solange er den Kram am nächsten Morgen nicht wegmachen muss: Girlanden, Luftballons, Konfetti. Sie dienen der Dekoration und  steigern den Partyspaß - gerade auch für die kleinen Feierbiester.

 

Leider entsteht auch hier ziemlich viel Müll, denn Papiergirlanden- und Konfetti überleben nicht bis zur zweiten Feierlichkeit und auch bei den Luftballons ist die Lebenserwartung erschreckend gering.

 

Öko-Tipp

 

Girlanden

Selbstgemacht oder gekauft lassen sich Wimpelketten aus Stoff beliebig oft wiederverwenden.

 

Luftballons

Hier empfiehlt es sich, auf das Material zu achten und auf Ballons aus biologisch abbaubarem Naturkautschuk zurückzugreifen. Diese gibt es auch in Bio-Qualität.

 

Konfetti

Mit etwas Geduld kannst du mit Hilfe eines Lochers aus buntbedrucktem Altpapier dein eigenes Konfetti herstellen und in die Luft werfen. Ansonsten lässt sich mittlerweile eine biologische Variante käuflich erwerben: Bio-Konfetti aus Reispapier.

 

Licht

Mit Kerzen oder Solarenergie in Einmachgläsern verleihst du der Party eine erleuchtende Stimmung.

Dinner for One, Two, Three

Raclette und Fondue stehen seit Jahren an der Spitze der beliebtesten Silvesterspeisen: Das Essen steht von Beginn an auf dem Tisch, sodass Gäste und Gastgeber in gemütlicher Runde beieinandersitzen und gute Gespräche führen können. Auch ein gemeinsam zusammengestelltes Buffet sind eine tolle Option für die Silvesterparty zu Hause.

 

Öko-Tipp

 

Greife auch fürs Silvesterdinner möglichst auf regionale sowie saisonale Lebensmittel zurück: Kartoffeln, Pastinaken, Champignons, Grünkohl -  die Liste ist lang und lecker: https://www.regional-saisonal.de/saisonkalender-gemuese

 

Müll reduzieren kannst du, indem du auf Einweg-Geschirr (inklusive Plastik-Strohhalme) verzichtest. Stoffservietten sehen nicht nur edler aus, sondern lassen sich nach einem Waschgang wiederverwenden. Und: Übrig gebliebene Speisen der Party sind aller Wahrscheinlichkeit nach auch noch im neuen Jahr genießbar.

Champagner für Alle!

@ Thomas Martinsen / Unsplash
@ Thomas Martinsen / Unsplash

Spätestens zum Jahreswechsel wird traditionell angestoßen: Champagner, Wein, Sekt oder die alkoholfreie Blubberbrause. Und auch hier – wer hätte das gedacht – lässt sich Nachhaltigkeit praktizieren.

 

Öko-Tipp

 

Seit einiger Zeit sind Plastik- und Drehverschlüsse auf dem Vormarsch, die nicht nur laut WWF eine große Bedrohung für die Korkeichenwälder im Mittelmeerraum darstellen.

 

Korkeichenwälder zählen zu den reichhaltigsten Biotopen weltweit und bieten eine letzte Zuflucht für bedrohte Tierarten wie den Iberischen Luchs. Die Korkeiche speichert enorme Mengen an CO2 und ist die einzige Baumart, deren Rinde man schälen kann, ohne die Pflanze zu verletzen. Ganz im Gegenteil können „genutzte“ Korkeichen mehr als dreimal so viel CO2 speichern wie die mit ungeschälter Rinde.

 

Umso wichtiger ist es, die Nachfrage am hervorragend recyclebaren Kork zu erhalten und Flaschen mit Korkverschlüssen zu wählen.

Bleigießen

In vielen Haushalten werden an Silvester mit Blei gefüllte Löffel über Kerzenflammen gehalten, um sein Schicksal für das kommende Jahr zu erörtern. Dabei verteilen sich giftige Bleioxide in der Raumluft, die über die Atmung in den Körper gelangen und eine schädigende Wirkung auf das zentrale Nervensystem sowie die Hirnfunktionen haben. Des Weiteren zählt das toxische Schwermetall zu Sondermüll und darf nicht im Hausmüll entsorgt werden.

 

Wachsgießen
So funktioniert es:

  • Erhitze Kerzenreste auf einem Löffel über der Kerzenflamme
  • Schütte das geschmolzene Wachs in ein Gefäß mit eiskaltem Wasser
  • Interpretiere die entstandenen Figuren

Gut zu wissen: Achte bei der Kerzenwahl auf natürliche Produkte wie Pflanzenöle (Soja, Raps, Sonnenblume..) oder auch Bienenwachs. In konventionellen Kerzen stecken Paraffine, die toxische Substanzen wie Benzole in die Luft abgeben. Wer keine Kerzen(reste) im Haus hat, kann sich im Kaffeesatz lesen ausprobieren oder Glückskekse  naschen und deren mysteriöse Botschaften entziffern.

Feuerwerk

"Das Feuerwerk ist die perfekteste Form der Kunst, da sich das Bild im Moment seiner höchsten Vollendung dem Betrachter wieder entzieht.", sprach Philosoph Adorno. Allerdings ist der Preis für die wundervollen Lichterphänomenenicht nur finanziell ein hoher.

 

In einigen Fakten (für Deutschland):

  • rund 5.000 Tonnen Feinstaub, die (in einer Nacht) freigesetzt werden
  • bis zu 40.000 Tonnen zusätzlicher Müll
  • circa 137 Millionen Euro, die in die Luft geschossen werden
  • ungefähr 50.000 heimische Tierarten geraten in Angst und Panik
  • mehr als 1,6 Millionen Menschen werden an ihre Kriegserlebnisse erinnert
  • mindestens 1.500 Einsätze allein der Berliner Feuerwehr

Öko-Tipp

 

Du willst ein bisschen Lärm?

Eimer, Töpfe, Trommeln, Rasseln, Pfeifen, Klappern - die Liste der umweltfreundlicheren Tonerzeuger ist lang.

 

Du willst dein Weihnachtsgeld ausgeben?

Hilfswerke wie „Brot für die Welt“ rufen zur Jahreswende zu Spenden auf, die nicht „verpulvert“, sondern nachhaltig genutzt werden. Auch die Seniorenheime, Obdachlosen- und Asylunterkünfte sowie Tierheime freuen sich über eine finanzielle Unterstützung. Und wen das noch nicht überzeugt: Weniger Geld für Böller, mehr Geld für gutes Essen!

 

Du willst nicht auf Feuerwerk verzichten?

Keine Sorge, das musst du auch gar nicht, denn jedes Jahr werden hierzulande etwa 10.000 Tonnen Böller und Raketen in die Luft gejagt. So kannst du mit deinem eigenen Verzicht Umwelt und Geldbeutel schonen, aber nach dem Motto „Nur gucken, nicht anfassen“ am Neujahrsspektakel teilhaben.

 

Du willst nicht nur gucken?

Wunderkerzen stellen eine erste bessere Alternative zu Knallern dar. Du willst mehr? Auf dieser Seite findest du eine Anleitung für umweltfreundliche Harzfackeln: https://www.smarticular.net/fackeln-aus-baumharz-und-tannenzapfen/

 

Des Weiteren lassen sich mit Toilettenpapierrollen und Geschenkpapier in wenigen Schritten Knallbonbons mit individuellen Überraschungsinhalten herstellen. Wenn du nicht auf selbstgezündete Raketen verzichten möchtest, so achte auf einen möglichst geringen Gehalt an Aluminium und Kunststoff.

 

Viel Freude bei „The Final Countdown“ und „It's Raining Men“ in Dauerschleife und einen wundervollen Start ins Jahr 2018!

Autorin: Marie-Lena Nelle

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Hanf - regionales Superfood ohne Rausch

@ Esteban Lopez/Unsplash
@ Esteban Lopez/Unsplash

Cannabis erlebt sein legales Comback. Seit der Opium Konferenz 1925 in Genf verboten, darf Hanf in Deutschland seit den Neunzigern wieder als gewerbliche Nutzpflanze angebaut werden.*

 


Grund dafür war jedoch nicht der von euphorischen Gefühlen gekennzeichnete Rausch, sondern die Wiederentdeckung der Hanffaser, welche aufgrund ihrer extrem widerstandsfähigen und reißfesten Eigenschaften bereits in der Antike einen unentbehrlichen Rohstoff zur Produktion von Kleidung, Seilen oder Takelagen für Schiffe darstellte.

 

Mittlerweile ist Hanf auch für die Lebensmittelhersteller interessant geworden.

 

Wer nun sich nun direkt über den THC-Wert sorgt, der kann beruhigt werden: Gemäß der EU-Vorgaben weisen die heutigen Faserhanfsorten einen Tetrahydrocannabinolwert von unter 0,2% auf, wohingegen Hanfsamen von Natur aus keinen etwaigen Wert aufweisen, sodass eine psychoaktive Wirkung ausbleibt.

 

 

 

Dafür verfügt Hanf über eine extrem hohe Nährstoffdichte, in hoher Konzentration enthalten sind unter anderem Antioxidantien sowie die Vitamine E und B2. Weiter stellt die Nutzpflanze mit einem stolzen Anteil von 33% eine vor allem bei Sportlern beliebte, leicht verdauliche Proteinquelle dar, welche alle für den Menschen essentiellen Aminosäuren enthält, um körpereigenes Eiweiß aufzubauen. Hanf ist reich an mehrfach ungesättigten Fettsäuren wie Omega-3 und Omega-6, welche sich positiv auf den Cholesterinspiegel auswirken, die Fettverbrennung anregen sowie entzündungshemmend wirken. Darüber hinaus regt der hohe Gehalt an Ballaststoffen eine gesunde Verdauung an, sodass der Anteil des als „Superfood“ verehrten Hanfs in Nahrungsmitteln seit Jahren stetig ansteigt.

 

 

 

Hanfsamen sind mittlerweile auch unkompliziert zu erwerben, sodass man in der Regel zügig in Bioläden, Drogerien sowie Supermärkten fündig wird. Hier hat man die Wahl zwischen geschälten Samen, Öl, Mehl, Proteinpulver oder zuweilen Hanfmilch. Hanfsamen weisen einen leicht nussigen Geschmack auf und können pur konsumiert oder kalten und warmen Mahlzeiten sowie Getränken beigefügt werden.

 

 

 

Hierbei sollte beachtet werden, dass Hanf als Nahrungsmittel lediglich eine Ergänzung darstellt, sodass auf den Verpackungen drei bis fünf Esslöffel oft als Richtwert für den täglichen Verzehr ausgewiesen werden.

 

Hochwertige Hanfsamen und Hanfprotein-Pulver in Bio-Qualität findet ihr übrigens bei Laia`s Organic.  Der Hanf wird hier aus Deutschland, Litauen, Estland und Rumänien bezogen. *unbezahlte Werbung*

Autorin: Marie-Lena Nelle

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Deo ohne Aluminium = gut?

@ Eli DeFaria/Unsplash
@ Eli DeFaria/Unsplash

Mein Deo riecht gut. Nach Herzenswärme. So steht es zumindest auf der Sprühdose. Woraus die Herzenswärme besteht, weiß ich allerdings nicht. Immerhin denke ich mir schon, es ist dann doch mehr als Luft und Liebe.

 

Auf der Dose sind ein Kaminfeuer sowie ein Herz aus Strick abgebildet. Eine Sichtung des tatsächlichen Inhalts bleibt mir bis zum ersten, nebeligen Sprühstoß verwehrt. Da ich mir als Laie relativ wenig unter dem teilweise unaussprechlichen „Ingredients“-Fachchinesisch vorstellen kann, kommt mir die seit einiger Zeit unübersehbare Aufschrift „OHNE Aluminium“ zunächst vor, wie der ehrliche Retter in der Not.

 

Ein paar Sprühtests in der Drogerie und ein Blick für diesen Retter in der Not verleihen mir das Gefühl, eine halbwegs gewissenhafte Auswahl getroffen zu haben.

Ein Gespräch mit "Hello Simple" aus Berlin bringt Klarheit

Weder überraschend, noch selten sei dieses Verhalten, sagt Jacqueline von hello simple zu meiner Beichte. Gut sei es aber natürlich trotzdem nicht, denn immerhin stellt die Haut das größte Organ unseres Körpers dar, der nicht nur nach Herzenswärme und Meeresbrise duften, sondern vor allem gesund bleiben möchte.

 

Aluminium und seine potenziellen Gesundheitsrisiken traten durch diverse Studien der vergangenen Jahre in unser Bewusstsein, worauf die Hersteller konventioneller Deodorants reagierten.

„Das ist erstmal erfreulich und ein Schritt in die korrekte Richtung. Allerdings sollte man beachten, dass auch aluminiumfreie Produkten viele weitere bedenkliche Substanzen enthalten können, für welche unser Bewusstsein noch nicht geschult ist.“, sagt Jacqueline.

 

Ich überreiche ihr mein Deo und bin ganz Ohr auf die Worte der Richterin. Das Urteil fällt ohne Bewährung aus, denn die ersten sechs Inhaltsstoffe sind auch laut der App „Codecheck“ mindestens bedenklich und dienen außerdem gar nicht dem Zweck, mich gut riechen zu lassen. Isobutane, Butane sowie Propane sind auf der Basis von Erdgas oder Erdöl hergestellte Treibmittel und lediglich für die Druckerzeugung im Behälter zuständig. Zwar sind die zu den Alkanen zählenden Gase bedeutend weniger klimaschädigend als ihre Vorgänger, die Fluor-Chlor-Kohlenwasserstoff -Gase, doch auch hier sind toxische und gesundheitsschädigende Auswirkungen zu erwarten. Langfristige Studien stehen noch aus. Die folgenden Inhaltsstoffe sind diverse Alkohol und Duftstoffe.

 

Grundsätzlich stellen diese keine gesundheitlichen Risiken dar, allerdings raten Experten davon ab, alkoholhaltige Deodorants auf sensibler oder frisch rasierter Haut anzuwenden, da sie die Haut stark austrocknen und reizen können. Die oftmals synthetisch produzierten Duftstoffe führen in Einzelfällen zu allergischen Hautreaktionen. Abgerundet wird das Werk mit etwas „Aqua“, dem wohl einzigen natürlichen Inhaltsstoff, der in der letzten Reihe der Liste zu finden ist.

 

Nüchtern zusammengefasst: Die Herzenswärme besteht aus Alkohol. Halleluja, da ermuntern mich weder die Treibgase und Duftstoffe, noch der Tropfen Wasser.

„Hinzu kommt natürlich die Verpackung des verhältnismäßig schnell aufgebrauchten Deos“, erklärt Jacqueline. „Die Sprühdosen bestehen aus Aluminium oder Weißblech. Aufgrund der extrem entzündbaren Treibgase sind diese zusätzlich mit einem entsprechenden Gefahrensymbol versehen, somit gehören sie zu den Sonderabfällen.“

 

Auch wenn die Deodorantdosen leer zu sein scheint, können enthaltene Reste durch Druckeinwirkung oder durch Wärmekontakt eine Explosion verursachen.

Was nun?

„Selber machen!“, lautet die Antwort, denn unter diesen Aspekten wurde das Berliner Start Up – Unternehmen hello simple im Dezember 2016 gegründet.

 

Zusammen mit Kollegin und Freundin Lisa entwickelte Jacqueline Körperpflege-Rezepturen, die ausschließlich mit natürlichen Inhaltsstoffen auskommen und wichtig für den jeweiligen Zweck des Produktes sind. Kein Schnickschnack, keine Bedenken und kein Rätsel um die Zutatenliste.

 

So enthält die Deocreme Sheabutter, Kokosöl, Natron und Pfeilwurzelmehl.

 

Der Clou: Jacqueline und Lisa stellen die Zutaten plastikfrei verpackt bereit und die Kunden fertigen sich daraus nach Anleitung ihre Kosmetik selbst an. So sollen – ähnlich wie beim frisch Kochen - das Bewusstsein und der Bezug zum Produkt geschärft werden. Wer nun mit dem Einwand kommt, plastikfreie und wirklich natürliche Produkte seien wesentlich kostspieliger, der irrt: Zwar sind die hochwertigen Produkte auf den ersten Blick nicht günstig, doch im Vergleich mit der konventionellen Konkurrenz langlebiger, sodass eine 150ml-Dose Deocreme bei richtiger Dosierung und täglicher Benutzung ungefähr ein halbes Jahr ausreichen sollte.

 

Die Recherche hat mich aufgewühlt.

Wo ich in der Küche bewusst auf die Zutatenliste schaue und bemüht darum bin, unnötige Verpackungen zu vermeiden, sammle ich leidenschaftlich in meinem Chemielabor „Badezimmer“ Plastik wie Briefmarken. Das Problem: Meine Sammlung möchte niemand sehen und ich erst recht nicht mehr.

 

Ich verspüre keine Lust mehr auf meine alkoholische Herzenswärme und auch mit meinem Duschgel mit natürlichem Karamell und unnatürlichem Krebserreger mache ich endgültig Schluss. Unüberbrückbare Differenzen.

 

Zum Abschied gibt Jacqueline mir ein Döschen der hello simple-Deocreme mit. Der Gedanke, meine Achseln einzucremen, erscheint mir noch ein wenig seltsam, aber nach der Herzenswärme im Alkoholpelz hat mein Körper diese Fürsorge wohl mehr als verdient.

 

Autorin: Marie-Lena Nelle

 

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Schlafhygiene - 10 Tipps für einen gesunden Schlaf

@ Cris Saur / Unsplash
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Ohne einen erholsamen Schlaf fühlen wir uns nicht gut, können uns schlechter konzentrieren und sind anfälliger für Infekte. Neulich habe ich gelesen, dass wir 30% unseres Lebens verschlafen - bei einer Lebenszeit von 80 Jahren sind das fast 25 Jahre!

 

Es lohnt sich also, sich einmal die Zeit zu nehmen, über die sog. Schlafhygiene nachzudenken - also über die Frage, wie Schlaf möglichst gesund und wohltuend sein kann. Denn Fakt ist: es gibt eine ganze Menge Möglichkeiten, möglichst gut und entspannt zu schlafen. Einige davon findest du hier.

1. Sport fördert einen erholsamen Schlaf - allerdings mindestens vier Stunden vor der Schlafenszeit.

 

2. Keine fettreichen oder scharfen Speisen vor dem Schlafengehen! Schone deinen Körper und gönne ihm am Abend eher leichte Kost.

 

3. Lege eine Entspannungsphase zwischen Tagaktivität und Nachtruhe ein, damit dein Körper langsam umstellen kann. In dieser Phase empfiehlt sich ein Spaziergang, ein Vollbad oder eine Buch.

 

4. Eine angenehme Schlafumgebung ist wichtig für einen erholsamen Schlaf. Richte dir dein Schlafzimmer so ein, dass du dich entspannen kannst. Verbanne technische Schlafstörer wie leuchtende Wecke und natürlich blinkende Smartphones!

 

5. Ein kühles Schlafzimmer ist die halbe Miete. Experten empfehlen eine Raumtemperatur von 16 bis 18 Grad Celsius.

 

6. Eine passende Matratze ist wichtig. Schau', dass diese weder zu hart, noch zu weich ist.

 

7. Sorge für die richtigen Lichtverhältnisse. Eine Investition in eine lichtundurchlässige Gardine oder eine Jalousie empfiehlt sich insbesondere bei heller Straßenbeleuchtung.

 

8. Liege nicht länger als 15 Minuten lang gelangweilt und hellwach im Bett. Versuche es mit einer bewussten Atmung, wobei du für einige Minuten tief und konzentriert in den Bauch ein- und ausatmest. Sollte es keine entspannende Wirkung auf dich haben, so stehe auf und gönne dir ein koffeinfreies Heißgetränk bei ruhiger Musik oder Naturklängen.

 

9. Schaue nicht auf die Uhr. Dies erhöht den Druck und sorgt lediglich für Nervosität.

 

10. Gehe nicht mit der Angst vor Schlafstörungen ins Bett, sondern mit einem „Heute werde ich gut schlafen“.

Eine positive Einstellung hilft dir dabei, den Teufelskreis aus Angst, Schlafstörung und Frustration zu durchbrechen.

 

Klar ist bei alledem natürlich auch: bei häufigeren und starken Schlafstörungen solltest du immer einen Arzt aufsuchen!

 

Autorin: Marie-Lena Nelle

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oHnig - Honig ohne Bienen?!

@ Annie Spratt / Unsplash
@ Annie Spratt / Unsplash

Die Frage, ob Honig Bestandteil einer pflanzlich basierten Lebensweise sein kann, gehört zu den klassischen Kontroversen in der veganen Community. Ich selber habe mich an diesem Thema bereits das ein oder andere Mal probiert, unter anderem in diesem Gastartikel auf Vegtastisch.de.

 

lipfein-Autorin Marie-Lena Nelle hat nun zwei Menschen getroffen, die sich der Debatte ganz pragmatisch genähert und etwas entwickelt haben, das fast genauso wie, wenn nicht gar besser als Honig schmeckt. Die Rede ist von Diane und Andreas, die unter dem Label Fräulein Emmas Bio Manufaktur unsere Frühstückstische mit ihren oHnig-Aufstrichen begeistern.

 

Viel Spaß beim Lesen,

eure Marie

Ein Treffen mit echten Pionieren

Heute bin mit Diane verabredet, die mit ihrem Mann Andreas „Fräulein Emma’s Bio Manufaktur“ gegründet und „oHnig“ - eine pflanzliche Honigalternative in Bioqualität - entwickelt hat.

 

Andreas ist gelernter Koch und musste eines Tages während der Arbeit in einem Tagungshotel feststellen, dass sich die Hälfte der Seminarteilnehmer vegan ernährt. Die Suche nach einer zufriedenstellenden Alternative zum süßen Brotaufstrich, also vor allem zu Honig, blieb erfolglos und so hat er in der heimischen Küche experimentiert.

 

„Süßungsmittel wie Agavendicksaft und Zuckerrübensirup sind geschmacklich ja recht zuckrig. Unser Ziel war es, so nah wie möglich an die kulinarische Facettenvielfalt des Honigs heranzukommen. Bei diesem schmeckt man ja nicht nur die zuckrige Süße heraus, sondern auch weitere aromatische Komponenten wie beispielsweise die Blütenart“, erzählt Diane.

 

Seit Ende Februar 2017 kann man das Ergebnis im Online Shop der Manufaktur sowie in mehreren Berliner Geschäften erwerben. Die Zahl der Handelspartner steigt stetig an, die Nachfrage ist groß.

Veganer essen keinen Honig.

 

Warum viele Veganer nicht einmal Honig essen, löst in meinem Umfeld oftmals Unverständnis aus. Fleisch- und Milchprodukte sowie Eier, das ist ja noch verständlich. Aber wieso verzichten Veganer denn bitte auf Honig, der uns schon in Kindertagen durch Winnie Puuh, Biene Maja und Co. schmackhaft gemacht wurde?

 

Die Bienen sind doch schließlich auf die Fürsorge ihrer Imker angewiesen und es stört sie wohl kaum, ihren Honig im Gegenzug mit uns Menschen zu teilen -  oder etwa doch?! Ich persönlich esse seit geraumer Zeit und spätestens seit dem Umstieg vom Vegetarismus zum Veganismus keinen Honig mehr. Die Umstellung war so unaufregend und klein, dass ich sie einfach direkt vollzog und mich nicht – anders als bei weiteren Erzeugnissen tierischer Herkunft wie Eier und Milch - aktiv und umfassend mit den Hintergründen befasst habe.

 

Ich muss also gestehen: Von Blumen und Bienen weiß ich nicht viel.

 

Bei meiner Recherche finde ich heraus, dass Honig zu stolzen 80% aus Zucker besteht, nämlich aus Fruchtzucker, Traubenzucker und Vielfachzucker. Daneben beinhaltet das „flüssige Gold“ unter anderem Wasser, Enzyme, Vitamine, Mineralstoffe und Aminosäuren. (Quelle: lebensmittellexikon.de)

Das ist sie also, die Zutatenliste.

Doch wie entsteht Honig denn nun eigentlich?

 

"Die Sammlerinnen unter den Bienen beschäftigen sich tagein, tagaus damit, von Pflanze zu Pflanze zu fliegen und Blütennektar mit ihrem Rüssel aufzusaugen“, erklärt Diane, "Gleichzeitig kümmern sie sich um die Erhaltung sowie Vermehrung der Pflanzen, indem sie Pollen von der einen zur anderen Blüte transportieren."

 

Dabei sind Honigbienen blütenstet, was bedeutet, dass sie sich bei ihrer Suche solange auf eine Pflanzenart konzentrieren, wie der Vorrat reicht. Der Nektar wird während des Transports im Bauch der Bienen mit körpereigenen Stoffen wie Enzymen angereichert.

 

„Zurück im Bienenstock würgt die Sammlerin das Nektargemisch wieder hoch und gibt die Arbeit an die Arbeiterinnen weiter.“, so Diane, „Diese saugen den Pflanzensaft auf, würgen diesen wieder hoch und geben ihn an die nächste Kollegin weiter.“

 

Dem Nektar wird durch die stetige Weitergabe immer mehr Flüssigkeit entzogen und im Gegenzug Bienenspeichel beigefügt. Nach einem aufwendigen Trocknungsprozess durch ihre Flügelschläge legen die Insekten den verarbeiteten Nektar in den Waben ab, welche sodann mit einer Wachsschicht verschlossen werden. Ist die Reifung vollzogen, kommt der Imker ins Spiel, der den Honig mit maschineller Unterstützung aus den Waben schleudert.

 

Die Umwandlung von Nektar in Honig ist also ein hochkomplexer Arbeitsprozess, so dass eine Biene in ihrem vier- bis fünfwöchigem Leben gerade einmal einen Esslöffel Honig produziert. Wieso setzen sich die Bienen einer so enormen Arbeit aus?

 

„Bienen sammeln Nektar hauptsächlich, um damit sich und ihren Nachwuchs zu ernähren. Außerdem werden Vorräte angesammelt, um als Volk den Winter gut zu überstehen“, erklärt Diane und kommt auf die Frage zu sprechen, weshalb Veganer keinen Honig aufs Frühstücksbrötchen schmieren. „In der Praxis der Honigindustrie erhalten die Bienen nach der Entnahme ihres Honigs einen in der Regel sehr billigen Ersatz aus Zuckerlösung, welcher die Tiere nicht ausreichend versorgt und so anfälliger für Krankheiten macht.“

 

Des Weiteren sei der Umgang bei der Honigentnahme mit den fleißigen Bienen in der koventionellen Produktion selten von Achtsamkeit, sondern viel mehr von Profit geprägt. In Folge dessen würden die Insekten zerquetscht werden oder würden Körperteile einbüßen müssen.

 

Während meiner Recherche lande ich zudem immer wieder auf Händlerseiten für Imker, die Besamungsgerätschaften zum Kauf anbieten. Mit diesen sollen die Bienenköniginnen in der konventionellen Zucht künstlich befruchtet werden.

Mir als Imker sind gesunde Bienen das Wichtigste.

 

Viele Hobbyimker fühlen sich und ihre Arbeit durch die Kritik seitens der Tierschutzorganisationen verraten und bezeichnen diese als undifferenziert. So äußerte sich auch ein früherer Kollege von mir, der sich seit Jahren mit einer erstaunlichen Fürsorge seinen Bienen im heimischen Garten widmet. Die Vorwürfe würden durchaus auf die Massenproduktion zutreffen, doch diese würden von den kleineren (Bio-) Imkereien jedoch ebenfalls scharf verurteilt werden.

 

Des Weiteren verweisen Öko-Imkereien auf die strengen Richtlinien der Bio-Europäischen Union, die im Jahre 2000 geltend gemacht wurden und den Begriff Bio-Honig schützen. Zu den wesentlichen Anforderungen zählen beispielsweise das Unterlassen des Flügelstutzens der Bienenkönigin und die Versorgung der Bienen mit möglichst viel eigenem Honig in den Wintermonaten. Chemische Substanzen sowie die Vergabe von Medikamenten sind untersagt.

 

Ökologische Verbände wie Bioland und Demeter setzen sich zudem unter anderem für die Gewährleistung von einer natürlichen Vermehrung der Insekten ein. Außerdem ersetzen sie altes Wachs in den Waben durch frisches, was die Anreicherung von Umweltschadstoffen unterbinden soll.

 

Bei Imkern gibt es also gravierende Haltungs- sowie Umgangsunterschiede, zumal Imker in Deutschland laut dem Deutschen Imkerbund (Quelle: http://deutscherimkerbund.de/161-Imkerei_in_Deutschland_Zahlen_Daten_Fakten) im Schnitt lediglich 7,3 Völker unterhalten und ihre Imkerei höchstens als Nebenerwerb betreiben. Diane sieht die Problematik daher vordergründig auch nicht bei den regionalen Imkern.

 

„Ungefähr 80% unseres Honigkonsums in Deutschland entstammt leider Importen aus Lateinamerika, Bulgarien und China“, erzählt sie. „Dort sind die Richtlinien weitaus lockerer und wir können hier von einer tatsächlichen Massentierhaltung sprechen.“

 

In diesen Ländern sind die Verwendung von Antibiotika und Pestiziden sowie der Anbau genmanipulierter Nutzflanzen üblich, deren Pollen dann in den Honiggläsern landen. Neben einer enormen und unnötigen Umweltbelastung erhöhen die langen Transportwege des Weiteren die Einführung gefährlicher Bienenkrankheiten nach Deutschland. Somit sei es sinnvoll, sich für Honig aus seiner Region zu entscheiden.

 

„Jeder muss für sich selbst entscheiden, ob er Honig konsumieren möchte“, findet Diane. „Möchte man darauf nicht verzichten, so ist es ratsam, Honig aus seiner Region unter biologischen und wesensgemäßen Bedingungen zu beziehen.“

Ein Herz für Bienen

 

Wer sich auch anderweitig für die lebensnotwendigen Bienen einsetzen möchte, der hat hierfür diverse Möglichkeiten. So bietet es sich an, Lebensmittel zu erwerben, für welche keine Pestizide verwendet wurden.

 

Pestizide wie das derzeit viel diskutierte Glyphosat sorgen bei den Insekten für eine Beeinträchtigung der Orientierung sowie Brutschäden. In der biologischen Landwirtschaft sind Pestizide unter anderem deshalb und vollkommen zurecht untersagt.


Auch im sonstigen Haus- und Gartenleben sollte bestmöglich nicht auf bienenschädliche Pestizide zurückgegriffen werden. Für die sogenannte Unkraut- und Schädlingsbekämpfung gibt es diverse Alternativen, zu denen biologische Gärtner und Landwirte sicherlich mit Rat zur Seite stehen. Für den eigenen Garten empfiehlt Diane außerdem das Säen bienenfreundlicher Pflanzenarten. Wildblumen und Obstbäume erfreuen und unterstützen nicht nur Bienen, sondern auch andere Insekten wie Schmetterlinge und Hummeln.

 

Auch unsere heimischen Wildbienen brauchen akut Unterstützung, denn von den 560 Wildbienen stehen bereits 300 auf der „Roten Liste“. Entgegen einiger Annahmen tragen diese weitaus mehr zur Fruchtbildung (und somit auch zur Ernte) bei als die Honigbiene.

 

„Der erste Schritt besteht darin, sich über die Wildbienen zu informieren und auf die Problematik aufmerksam zu machen“, rät Diane. Eine gute Anlaufstelle hierfür sei die Internetseite der Deutschen Wildtier Stiftung (https://www.deutschewildtierstiftung.de/wildtiere/wildbienen). Möchte man selbst tätig werden, so kann man ein Wildbienenhaus als Nistmöglichkeit im eigenen Garten installieren oder Projekte zum Schutz der Wildbienenarten mit einer finanziellen Spende unterstützen.

 

Bienenkrankheiten wie die Amerikanische Faulbrut (AFB) kommen häufig durch importierten Billighonig zu uns nach Deutschland. Die für Menschen unbedenklichen Sporen werden über die Honigreste von den Bienen aufgenommen und in die heimischen Völker transportiert. Ist ein Bienenvolk erst einmal mit der Faulbrut infiziert, so muss es vernichtet werden. Der Imkereiverein Dresden e.V. richtete sich deshalb im Frühjahr dieses Jahres mit einem eindringlichen Appell an die Honigkonsumenten: Bitte wascht die Honiggläser vor dem Wegwerfen aus.

 

Zum Abschluss spricht Diane außerdem noch eine Empfehlung für den Film „Honig-Komplott“ aus. Auch der Film „More than Honey“ befasst sich mit der Wichtigkeit der Bienenarten für unseren Planten. Eine letzte Frage liegt mir noch auf der Zunge. Honig, oHnig, brauchen wir das überhaupt?


Diane lächelt. „Nein, man braucht weder Honig, noch oHnig. Doch brauchen wir Marmelade oder Nuss-Nugat-Creme? Man hat zum Frühstück doch gern etwas Schönes auf dem Teller. Und das ist auch gut so.“

 

Finde ich auch, denke ich mir, und gehe zielstrebig zum Bio-Bäcker meines Vertrauens.

 

Autorin: Marie-Lena Nelle

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Freude schenken - Gnadenhof

Unter dieser Rubrik stellen sich Organisationen vor, die sich stark für Lebewesen machen und tolle Geschenkmöglichkeiten bieten.

 

Denn: Weihnachten steht unmittelbar vor der Tür.

 

Ob wir nun angespannt durch die Geschäfte hetzen oder über die Fragen der Verwandtschaft nachdenken, was wir uns unter dem Weihnachtsbaum wünschen: Es wird von Jahr zu Jahr schwieriger, ein sinnvolles Geschenk zu finden.

 

Wie wäre es in diesem Jahr mit einer originellen und ganz persönlichen Art, Freude zu verschenken?

 

Das Interview führte Marie-Lena Nelle

 

Wer seid ihr?

 

Wir sind eine sechsköpfige Familie: Axel (39), Dini (33), Elijah (9), Simin (7), Mio (3) und Yari (9). Vor sechs Jahren haben wir uns einen alten Bauernhof gekauft und betreiben dort gemeinsam den Gnadenhof L(i)ebenswert im schönen Odenwald.

 

Wofür/Für wen macht ihr euch stark?

 

Wir setzen uns für Tiere ein, die keiner mehr haben möchte, die aus dem Versuchslabor kommen oder geschlachtet werden sollten. Auch ein Straßenhund ist mit dabei. Diese finden dann hier bei uns ein Zuhause auf Lebenszeit.

 

Was ist eure Vision?

 

Unsere Vision ist die von einer Welt ohne Gewalt, in der Menschen und Tiere friedlich koexistieren. In der der Mensch sich nicht mehr zum Alleinherrscher aufschwingt und Natur sowie Tiere ausbeutet. Das Schönste wäre, wenn wir keine Gnadenhöfe mehr bräuchten.

 

Wie ist eure Arbeitsweise?

 

 

 

Wir arbeiten in enger, harmonischer Verbindung mit den Tieren. Wir betrachten uns als eine große Familie. Hierbei ist es uns wichtig, eine überschaubare Anzahl an Tieren aufzunehmen, um diesen gerecht werden zu können und die Platzverhältnisse nicht überzustrapazieren. Bei uns hat jedes Tier nicht nur seine eigene Geschichte, sondern auch seinen eigenen Namen. Und wenn das Leben zu Ende geht, bekommt es ein eigenes Grab mit Grabbeigaben und Abschiedszeremonie.
Die Arbeit auf dem Hof integrieren wir in unseren Familienalltag, wobei die Kinder immer wieder gerne kleinere Aufgaben wie Füttern übernehmen und somit einen selbstverständlichen, empathischen und respektvollen Umgang mit unseren Mitgeschöpfen erlernen.
Da wir den Hof komplett alleine betreiben und Axel zudem auch noch eine Vollzeitstelle hat, ist es uns nicht möglich, Öffentlichkeitsarbeit in dem Umfang zu betreiben wie andere Höfe dies tun. Stattdessen konzentrieren wir uns mit aller Energie auf unseren Alltag und die bestmögliche Versorgung der Tiere. Dazu gehören hochwertiges, frisches Futter, saubere Ställe, Pflege, Kontrolle und regelmäßige Arztbesuche der Tiere, Streicheleinheiten sowie natürlich die Instandhaltung des Hofes, des Grundstücks und der Gehege.

 


Wie finanziert ihr euch?

Teils durch Patenschaften, teils durch Privatkapital. Die Höhe der Zuwendungen durch Patenschaften variiert immer wieder sehr stark. Momentan ist es leider extrem rückläufig.

Eure Weihnachtsgeschenk-Idee?

 

 

 

Am meisten wäre uns geholfen, wenn uns finanziell unter die Arme gegriffen werden könnte. Dies kann in Form von Patenschaften geschehen, welche bereits ab 5 Euro im Monat möglich sind.
Ihr erhaltet eine Urkunde sowie regelmäßige Updates des Tieres.
Selbstverständlich könnt ihr euer Patenkind auch besuchen!

 

 

 

Aber auch über eine einmalige finanzielle Zuwendung freuen wir uns sehr.

Was wird damit konkret unterstützt?

 

 

 

Ganz klar: die Tiere!

 

Wenn wir über ein konstantes monatliches Budget verfügen könnten, das uns erlauben würde, eine feste Hofhilfe einzustellen, könnten wir viel bewirken, beispielsweise die Sanierung der Ställe, Erweiterung der Gehege und Aufnahme neuer Tiere.

 

 

 

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Wer braucht schon vegane Wurst? - Über den Sinn von Fleischersatz

@ ANDRIK LANGFIELD PETRIDES/Unsplash
@ ANDRIK LANGFIELD PETRIDES/Unsplash

- „Wieso "basteln" Vegetarier und Veganer sich Fleischprodukte nach? Das ist doch inkonsequent."

 

- „Ich forme mir doch auch keine Tomate aus Hack.“

 

Das Internet ist voll von solchen mehr oder minder ernstgemeinten Fragen und Aussagen, und auch in meinem Umfeld kommt immer mal wieder Irritation, Skepsis oder Kopfschütteln auf:

 

Wieso findet man in den Kühlregalen der Einkaufsläden vegane oder vegetarische Fertigprodukte, die optisch und geschmacklich einem Fleischprodukt nachempfunden wurden und auch noch als Steak, Wurst und Nuggets im Einkaufswagen landen?

 

Zuerst einmal sollte man feststellen, dass Fleischersatz eher selten konsumiert wird. Immerhin sind die vegetarischen sowie veganen Ernährungsformen ausreichend vielfältig und abwechslungsreich, sodass nichts in dem Sinne ersetzt werden muss.

 

Eine im Jahr 2015 geführte Umfrage des Internetportals vegan.eu unter mehr als 1000 vegan lebenden Menschen zeigt, dass 68,6% der Befragten weniger denn einmal wöchentlich zu derartigen Produkten greifen. Somit kann man eine gute Parallele zu den Essgewohnheiten eines durchschnittlichen Mischköstlers ziehen, welcher laut einer aktuellen Umfrage laut Statistik-Portal statista.com ebenfalls seltener (45,7%) als einmal wöchentlich Fertigprodukte verspeist.  Wer sich täglich von Tofuwürstchen und Seitanschnitzel ernährt, der darf sich über Mangelerscheinungen ebenso wenig wundern wie ein Mensch, der ausschließlich Fleisch konsumiert.

@ Hermes Rivera/unsplash
@ Hermes Rivera/unsplash

Wieso aber die Imitation von Fleischgerichten?

Die wenigsten Veganer und Vegetarier haben sich aufgrund des nicht amsprechenden Geschmacks tierischer Produkte für die Ernährungsumstellung entschieden, sondern nennen die ethischen und ökologischen Aspekte als Hauptmotive.

 

(Quelle: https://www.sciencedirect.com/science/article/pii/S0195666316302677)

 

 

 

Demnach hat der durchschnittliche Vermeider von Fleischprodukten an deren Geschmack wenig auszusetzen, wohl aber an den Hintergründen, die unweigerlich mit der Erzeugung verbunden sind.

 

Alternativen wie Lupine, Seitan oder Tofu bieten hier eine gute Möglichkeit, tierleidfreie Produkte zu schlemmen, die oftmals kaum noch von den tierischen Vorlagen zu unterscheiden sind. Schon gewusst? Tofu ist im Grunde kein „Ersatz“, denn er wurde bereits vor mehr als 2000 Jahren geschichtlich erwähnt. Bei uns erst seit Mitte der 80er-Jahre bekannt, ist er seit rund 500 Jahren von großer Bedeutung in der ostasiatischen Ernährung. Auch Tempeh, Lupine und Seitan blicken auf eine sehr lange Tradition zurück.

 

Schmeckt etwas „wie Fleisch“, so liegt dies in der Regel an der Würzung und Röstung. Fleisch ist in der Küche kein Geschmacksgeber, sondern die weiße Leinwand, welche die Vielfalt der Geschmäcker während der Zubereitung annimmt. Ähnlich verhält es sich beispielsweise auch mit Tofu. Dieser kommt meutral im Geschmack daher und wird erst durch eine ordentliche Dosis an Gewürzen sowie durch die Entfaltung der Röstaromen bei Erhitzung schmackhaft.

 

Ein weiterer Aspekt ist, dass die Nahrungsaufnahme mit unserem Schatz an emotionalen Erinnerungen verknüpft ist. So verbinden wir unterbewusst Sinneseindrücke mit persönlichen Erinnerungen und Erfahrungswerten, sodass uns beispielsweise der Geruch oder Geschmack von Gänsebraten an das Weihnachtsfest im Kreise unserer Liebsten erinnert und Gefühle wie Geborgenheit und Wärme aufkommen lässt. Sehnt man sich als Vegetarier oder Veganer danach, so greift man automatisch zu einem Produkt, welches dem aus seinen Erinnerungen am meisten ähnelt.

 

@ Tom Sodoge/Unsplash
@ Tom Sodoge/Unsplash

Wieso denn nicht andere Formen?

Ganz einfach: Weil sich die Formen durch ihren praktischen Nutzwert seit vielen Jahren bewähren.

 

Würstchen sowie andere Bratstücke lassen sich so auf dem Grill oder in der Pfanne optimal wenden und gleichmäßig bräunen sowie erhitzen, wohingegen Aufschnitte sich durch die dünne Scheibenform bestens als Brotbelag eignen. Und machen wir uns nichts vor: Kuh und Schwein kommen schließlich auch nicht in der Form eines Steaks auf die Welt.

 

Fazit

Pflanzliche Produkte, die in Optik und Geschmack eine Ähnlichkeit mit Fleischprodukten aufweisen, können die Ernährungsumstellung erleichtern. Auch stellen sie eine abwechselnde Ergänzung für Vegetarier und Veganer dar, die aus rein ethischen Aspekten den Konsum tierischer Produkte ablehnen oder für Menschen, welche diesen reduzieren wollen.

 

Beim Kauf von Lebensmitteln ist es ohnehin allgemein ratsam, die Zutatenlisten aufmerksam zu studieren und auf Produkte zurückzugreifen, die ohne beigefügte künstliche Aromen, Stabilisatoren sowie Geschmacksverstärker auskommen.

 

Fest steht jedenfalls, dass durch den Verzicht auf Fleisch ein wichtiger Beitrag zum Schutz von Umwelt, Tieren und Klima geleistet werden kann. Umso schöner ist es doch, wenn dabei nicht auf den guten Geschmack verzichtet werden muss.

 

Autorin: Marie-Lena Nelle

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Vier Pfoten im Schnee - Hunde im Winter

@ kate/unsplash
@ kate/unsplash

Es ist Winter. Die kühle Jahreszeit fordert nicht nur uns, sondern auch unsere tierischen Begleiter brauchen im Winter eine besondere Fürsorge.

 

Die wichtigstenTipps für Hundeglück bei Schnee und Sturm haben Melanie und Yvonne von Green Petfood parat.

 

Green Petfood bietet ein Alleinfuttermittel für Hunde in Premiumqualität unter der Berücksichtigung von Nachhaltigkeitsaspekten. Die Produkte kommen ohne tierisches Protein, Soja und Weizen aus und auch künstliche Farb-, Aroma- und Konservierungsstoffe bleiben dem Hundenapf fern, wie gentechnisch veränderte Zutaten. Hier könnt ihr euch ein eigenes Bild von der ökologischen Alternative machen und kostenfreie Proben zu euch nach Hause bestellen: http://www.green-petfood.de/futterprobe/

 

Das Interview führte Autorin Marie-Lena Nelle.

@ Matthew Henry/Unsplash
@ Matthew Henry/Unsplash

Braucht mein Hund einen Wintermantel oder Hundeschuhe?
Nicht jeder Hund braucht einen Mantel im Winter, bei manchen Hunden macht es aber durchaus Sinn. Viele kleine Hunderassen oder Rassen mit wenig Unterwolle frieren häufig schneller, auch alten Hunden oder Hunden, die zum Beispiel an Gelenk- oder Nierenerkrankungen leiden, tut ein Wintermantel gut. Im Hundesport ist es wichtig, die Muskeln während der Pausen warmzuhalten und so das Verletzungsrisiko zu senken. Hunde aus dem Tierschutz, die gerade erst im kalten Deutschland angekommen sind, sind die Kälte oft nicht gewohnt. Wenn Ihr Euch länger draußen aufhält, ohne Euch zu bewegen – sprich, Dein Hund kann sich nicht warmlaufen (zum Beispiel in der Hundeschule oder wenn Dein Hund länger im unbeheizten Auto warten muss), kann ein Mantel Deine Fellnase vor der Kälte schützen. Generell solltest Du immer Deinen Hund beobachten: Wenn er sichtbar friert, ist die Antwort klar.

 

Ist Nässe im Winter besonders gefährlich?
Ja, durch das nasse Fell kühlen die Hunde schneller aus. Dies kann zum Beispiel Infekte begünstigen, zu Verspannungen führen oder andere Erkrankungen wie z.B. Gelenkerkrankungen begünstigen. Gerade eine nasse Kälte geht sprichwörtlich "in die Knochen".

 

Was ist zu tun, wenn sich mein Hund erkältet hat?
Wenn der Hund krank ist, dann nicht lange zögern und am besten direkt zum Tierarzt

 

@ Andrea Reiman/Unsplash
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