Was wir oft gefragt werden...

Macht Lippenpflege denn nicht abhängig?

Es gibt Lippenpflege, deren Anwendung tatsächlich zu einem Gewöhnungseffekt führen kann. Warum? Einige Produkte enthalten umstrittene Stoffe wie Mineralöl oder Glycerin. Diese Stoffe können der Haut Feuchtigkeit entziehen und diese so austrocknen. Andere Produkte wiederum bilden auf der Haut eine Art Schutzfilm, der die Lippen am Atmen hindert und so ebenfalls zu Austrockung führen kann. Die lipfein Produkte funktionieren anders. Sie ziehen schnell in die Haut ein und sollen die Lippen stärken anstatt sie zu schützen. Süchtig kann man von unserer Lippenpflege also nicht werden.

 

Eure Produkte sehen ja schön aus, sind aber ganz schön teuer! Warum ist das so?

Erstens nutzen wir nur Rohstoffe, die ihr Geld auch wirklich wert sind. Sie müssen bio und fair sein und vor allem so unverarbeitet wie möglich. Hochwertige Extrakte und Öle haben ihren Preis und sind diesen wert - der Umwelt und eurer Haut wegen.

Zweitens produzieren wir alles in Handarbeit und können so eine hohe Qualität garantieren. Klar, dass ein Mensch mehr kostet als eine Maschine.

Drittens kommt ihr mit euren lipfein-Produkten aber auch sehr lange aus. In der Regel werden sie ein halbes Jahr und länger genutzt. Warum? Weil sie schnell einwirken, die Lippen von innen stärken und deshalb durchschnittlich nur 1-2 Mal am Tag angewendet werden müssen.

 

Ihr benutzt nur 5 Basisrohstoffe. Ist das nicht ein bisschen wenig?

Das kommt auf die Perspektive an. Wir finden: weniger ist nicht mehr, sondern besser. Gerade wenn es darum geht, was auf deine Haut kommt. Wir setzen auf wenige hochwertige Rohstoffe, die möglichst viele unterschiedliche Fettsäuren, Vitamine und Mineralstoffe enthalten. Wir wollen eine Lippenpflege, die hilft und deren Inhaltsstoffe man dennoch aussprechen kann. Am besten ohne Zungenbrecher.

 

Warum werden manche eurer Balsame nach einiger Zeit "krisselig"?

Bei großen Temperaturschwankungen kann es tatsächlich vorkommen, dass unsere Lippenbalsame ein wenig krisselig werden. Dieser Krissel kommt von der Sheabutter, die wir - wie die anderen Rohstoffe auch - "roh", also kaltgepresst verarbeiten, damit all die wertvollen Inhaltsstoffe erhalten bleiben. Leider hat die Sheabutter einen schwierigen Charakter ;). Wenn sich die Temperaturen ab und zu ändern (bspw. durch die Körperwärme bei der Entnahme des Balsams), neigt sie dazu, auszukristallisieren, weil die unterschiedlichen Fettsäuren zu verschiedenen Zeitpunkten wieder aushärten. Diese kleinen Kristalle lösen sich dann allerdings auf den Lippen auf. Alternativ kann der betreffende Balsam aber auch für 4-5 Minuten auf die Heizung gelegt werden. Danach sollte vom Krissel keine Spur mehr sein.

 

Ich sehe weiße Püncktchen auf der Oberfläche meines Balsams. Ist das Schimmel?

Wenn weiße Püncktchen erscheinen, ist das meist Kokosöl, das bei Kälte ausgehärtet ist. Ein ganz normaler Vorgang, der auch zeigt: wo Naturkosmetik drauf steht, ist auch Naturkosmetik drin. Wer diese Püncktchen aber als störend empfindet, kann das betreffende Balsam auch gern 4-5 Minuten auf die Heizung legen und so erwärmen. Nachher sollten die Püncktchen verschwunden sein.

 

Ihr benutzt gar keinen Konservierungsstoff. Wieso halten eure Produkte sich so lang?

Da unsere Produkte kein Wasser, sondern nur pflanzliche Fette und Öle enthalten, kann von sich aus nichts schimmeln. Rein theoretisch kann die Haltbarkeit daher auch deutlich länger sein als das von uns angegebene Mindesthaltbarkeitsdatum von 1 Jahr. Klar: Wenn man sein Balsam mit sehr dreckigen Händen benutzt, wird das Auswirkungen auf die Haltbarkeit haben. Sollte ein Produkt ranzig werden, ist das deutlich am nussigen Geruch zu merken.

 

Warum bietet ihr keine Stifte an?

Wir haben uns für unseren schönen Weißblech-Döschchen aus drei Gründen entschieden: Erstens, weil gerade die Schiebedeckel-Döschen der Minibalsame verdammt praktisch sind und wirklich überall gut reinpassen. Zweitens, weil wir bislang noch kein geeignetes Stiftmaterial gefunden haben, dass ohne Plastik auskommt sowie wiederbefüllbar und bezahlbar ist. Drittens, weil ein Lippenbalsam in Stiftform immer eine härtere Rezeptur haben muss und nicht so leicht in die Lippen einwirken kann.

 

Ihr bietet die Wiederbefüllung eurer Dosen an, toll! Aber wie funktioniert das?

Es gibt zwei Möglichkeiten, wie benutzte, und am besten mit einem Papiertuch ausgewischte Dosen zu uns kommen, gereinigt und dann wiederbefüllt werden können. Erstens, indem ihr sie zu einem Unverpackt-Laden in eurer Nähe bringt, der unsere Produkte im Sortiment führt und bei unserem Recycling-System mitmacht. Zweitens, indem ihr die leeren Dosen, am besten 3 und mehr, zu uns schickt. Wir erstatten euch das anfallende Porto in Form eines Gutscheins (und eines kleinen weiteren Rabatts) für unseren Online-Shop. Dabei nicht vergessen, eure E-Mail-Adresse dem Brief beizulegen.

 

Meine Dose geht zu leicht oder zu schwer auf! Was kann ich machen?

Weißblech hat viele Vorteile. Dazu gehört, dass es sehr biegsam ist. Das heißt: Wenn eure lipfein-Dose einmal zu leicht oder zu schwer aufgehen sollte, könnt ihr sie einfach an den Seiten eindrücken und so das Problem beheben.

 

Warum legt ihr so viel Wert darauf, dass eure Dosen aus Weißblech und nicht aus Aluminium bestehen?

Die Wahl einer passenden Verpackung war für uns kein leichtes Unterfangen. Kunststoff haben wir von vornherein ausgeschlossen, was für viele angesichts der Verschmutzung der Meere durch Plastemüll nachvollziehbar ist. Warum wir aber auch kein Aluminium wollten? Aluminium ist erstens wegen seines Abbaus und zweitens wegen der Gefahr des Rauslösens kleiner schädlicher Elemente bei höheren Temperaturen sehr umstritten.

Eine gute Alternative war für uns deshalb Weißblech, also verzinntes Stahlblech. Alle unsere Döschen sind aus diesem Material. Es ist recycelbar und auch super für die Produkte geeignet, denn Zinn kann sich nur herauslösen, wenn es mit Säure oder Flüssigkeit in Berührung kommt, was bei den lipfeins nicht der Fall ist.

 

Eure Lippenbalsame riechen ja ganz angenehm. Auf der Zunge schmecken sie aber bitter. Muss das so sein?

Dass ein guter Lippenbalsam auf der Zunge bitter schmeckt, ist ganz normal. Bei uns liegt das vor allem an der Sheabutter. Freilich gibt es Hersteller, die deshalb ihre Balsame süßen. Das kommt für uns aber nicht in Frage, da wir erstens die Inhaltsstoffe so übersichtlich wie möglich halten wollen und zweitens süße Balsame zum hautreizenden Ablecken der Lippen führen können. Davon ganz abgesehen haben uns viele Kund_innen versichtert, dass sie eine solche "süße" Lippenpflege nicht mögen. Da das lipfein-Balsam (im Gegensatz zu vielen anderen Produkten) sehr leicht auf den Lippen liegt und schnell einzieht, die Lippen also von innen stärkt, braucht man nur kurz zu warten, bevor man die Lippen wieder ohne "Bitterkeits-Gefahr" mit der Zunge berühren kann.

 

Ich lese dauernd etwas zu MOAH. Was ist das eigentlich?

Spätestens seit den Testergebnissen der Stiftung Warentest zu kritischen Stoffen in Lippenpflegeprodukten Anfang 2017 (Ausgabe 3/2017), ist häufig von "MOAH" zu lesen. MOAH steht für "mineral oil aromatic hydrocarbons" - es kommt natürlicherweise im Mineralöl vor. Konkret handelt es sich dabei um aromatische Kohlenwasserstoffe, die bei der Aufbereitung von kosmetischem Mineralöl herausgefiltert werden. Allerdings können Restmengen von MOAH im Mineralöl verbleiben und landen schließlich auf der Haut.

Dies ist insbesondere kritisch bei Produkten, die auf die Lippen aufgetragen werden, weil diese oral aufgenommen werden und so unmittelbar in den Körper hineingelangen. Und was ist daran schlimm?
MOAH steht im Verdacht krebserregende aromatische Verbindungen zu enthalten. Die Stiftung Warentest rät aufgrund dessen vom Gebrauch diverser mineralölhaltiger Lippenpflegeprodukte ab.

 

Wie erkenne ich, ob Mineralöl in meiner Kosmetik ist?

Es gibt eine Vielfalt an Rohstoffen, die aus Erdöl gewonnen werden und gern in konventionellen kosmetischen Produkten verwendet werden. Da die Inhaltsstoffe mit sog. INCI-Bezeichnungen (europäische einheitliche Nomenklatur für kosmetische Inhaltsstoffe) angegeben werden, ist es meist nicht auf den ersten Bick erkennbar, ob Erdölderivate in einem Produkt stecken oder nicht. Das sind die häufgsten Begriffe, hinter denen sich Mineralöl versteckt:

- Paraffinum Liquidum
- Paraffin
- Petrolatum
- Cera Microcristallina/ Microcristallina Wax
- Ozokerite
- Ceresin
- Mineral Oil

Wer also Mineralöl auf der Haut vermeiden will, kommt nicht um einen genauen Blick auf die Inhaltsstoffliste umhin. Praktisch sind hierfür auch Apps wie z. Bsp. Codecheck.info